New South Wales – Myall Lakes

New South Wales – Myall Lakes

In der Gegend von Bulahdelah ist es insbesondere die Natur, die für Reisende die Attraktion darstellt. Ganze fünf State Forests liegen in dieser Gegend; daneben sind noch die Myall Lakes oder Great Lakes zu finden, große Küstenseen, die vom Meer durch Sanddünen und Strände getrennt sind. Die Myall Lakes sind größtenteils im Schutzgebiet des Myall Lakes National Park. In diesem Park sind insgesamt 10.000 Hektar Wasserwege geschützt.

Die einzige Siedlung in diesem gewaltigen Naturpark ist das Fischerdorf Seal Rock, das man zwar keineswegs touristisch nennen kann, in dem es aber immerhin eine sensationelle Aussicht vom begehbaren Leuchtturm aus zu entdecken gibt. Der Anblick der Küste, den man von dort aus genießen kann, ist spektakulär.

Unterkunft findet man im Gebiet des National Park natürlich wie üblich auf den überwachten Campingplätzen, die in Myall Lake an der Küste liegen. Diese Plätze sind am besten über Bulahdelah zu erreichen. Der Weg über den Lakes Way ist einzigartig und sollte, so man die Zeit zu dieser etwas aufwendigeren Wahl aufbringen kann, auf jeden Fall gewählt werden.

Neben den Seen haben aber auch die State Forests eine Menge interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Da wäre zum Beispiel der Grandis Tree im Bulahdelah State Forest, ein gewaltiger, beinahe 80 Meter hoher Flooded Gum-Eukalyptus. Er blieb nicht nur von den Äxten der Pioniere verschont – wahrscheinlich schon damals aus Respekt vor seiner immensen Größe – sondern stellt auch noch heute eine der beliebtesten Touristenattraktion dieses Waldes dar.

Oder der Rainforest Walk, ein Weg, der quer durch den Wald führt und zu einigen gut erhaltenen Gebieten der Rainforest Reserve führt.

Auch O´Sullivans Rainforest Reserve selbst ist auf jeden Fall sehenswert – ein schöner, von vielen Eukalyptusbäumen beschatteter Platz, der von Reisenden besonders gerne zum Picknick genutzt wird. Ein weiterer Spazierpfad führt von hier aus durch den Wald.

Wenn man die Wälder schließlich lang genug erkundet hat, kann man den Booti Booti National Park aufsuchen, der besonders für seine einsamen, sauberen und schneeweißen Strände bekannt ist.

Wahrscheinlich wird aber auch der größte Naturliebhaber sich irgendwann an dieser Pracht sattgesehen haben und sich ein wenig mehr menschliches Leben um sich herum wünschen. Dafür ist der ideale Ort Forster-Tuncurry, ein Feriendorf, in dem Naturfreunde es sich richtig gut gehen lassen können.

Die Seen sind in dieser Gegend ideal für jede Art von Wassersport und boten sich früher auch zum Angeln an, doch hat eine Algenplage vor einiger Zeit fast alle Fische vergiftet, so dass Angeln wahrscheinlich von wenig Erfolg gekrönt sein wird.

Boot fahren oder Baden ist allerdings bei den Gästen im Doppelort sehr beliebt, ebenso wie viele anderen Arten von Wassersport. Ein echter Clou ist es aber, seine Ferientage in diesem Ort auf einem Hausboot zu verbringen. Diese Boote können vor Ort gemietet werden, und die ruhigen, einsamen Seen laden richtig dazu ein, diese Gelegenheit zu nutzen.

Forster-Tuncurry ist aber auch bekannt für seine Austern und seine Aboriginal-Kunst, die zum Beispiel in der Tobwabba Art Gallery ausgestellt wird. Dort verkaufen Nachfahren der früher ansässigen Wallamba-Aborigines Gemälde, Kalender und Kunsthandwerksgegenstände ihrer Kultur.

Auch das Hinterland der Myall Lakes ist sehr reizvoll. Nicht weit von Forster entfernt liegt Gloucester, ein hübsches, ansprechendes Landstädtchen, welches durch eine Fahrt über den Nabiac und den Krambach zu erreichen ist. In Gloucester gibt es verschiedene kleine Restaurants und Tea Houses und auch die Möglichkeit zu übernachten.

Von diesem Örtchen aus kann man den Barrington Tops National Park erreichen, den südlichsten australischen Regenwaldpark, der zum Rainforest Resort Ostaustraliens gehört.

Ein hohes Bergmassiv (mit Höhen von knapp 1600 Metern wirklich gewaltig für die flachen australischen Verhältnisse) bildet in dieser Gegend eine zentrale Wasserscheide – was zum Beispiel zu den spektakulären Gloucester Falls führt, die vom Landstädtchen aus recht gut zu erreichen sind. Die Quellflüsse, die entlang der Wasserscheide entspringen, ergießen sich in der Gegen in mehreren hohen Wasserfällen, doch die Gloucester Falls sind die größten und bekanntesten unter diesen Naturschauspielen.

Faszinierend ist auch die enge Verbindung viele verschiedener Vegetationszonen in dieser Gegend, die durch die großen Höhenunterschiede entstanden sind. Subtropischer Regenwald liegt hier nahe von kühlgemäßigtem Regenwald, während in den Hochebenen nebelverhangene Hochmoore und Plateaus den Boden für die seltenen Snow Gums darstellen.

Bild von MidCoast Water

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